\nIm Jahr 2023 legte das Ministerium für Umwelt einen Entwurf für eine Verordnung über die hygienischen Anforderungen an die Räume und den Betrieb von Einrichtungen zur Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie von Kindergruppen vor. Was wird das für Schulen und andere Einrichtungen in Bezug auf die Belüftung von Innenräumen bedeuten?
\n
\n
\nDie Überwachung der Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Innenräumen ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden der dort aufhaltenden Personen. Die CO2-Konzentration ist ein sehr guter Indikator für verbrauchte (verschmutzte) Luft, denn wenn die Luft verbraucht wird, steigen neben dem CO2 auch andere Schadstoffe in der Luft, die durch Atmung und Schwitzen freigesetzt werden – bedingt durch die metabolische Aktivität des menschlichen Organismus. Dies sind die sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen – VOC (aus dem Englischen Volatile Organic Compounds). CO2 lässt sich im Gegensatz zu tausenden von VOC sehr einfach und genau messen.
\n
\nEine angemessene Belüftung trägt dann erheblich zum Wohlbefinden der Schüler und Lehrer bei und verhindert unerwünschte Auswirkungen von verbrauchter Luft wie verminderte Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen sowie Übelkeit oder sogar Schwindel.
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\nDie natürliche Belüftung durch Fenster ist normalerweise nicht ausreichend effektiv und oft aufgrund von Lärm oder schlechter Qualität der Außenluft auch ungeeignet und energetisch nicht vorteilhaft. Leider kam es bei der Renovierung von Schulgebäuden häufig dazu, dass die Wände mit wärmedämmenden Materialien verkleidet wurden und alte Fenster durch neue ersetzt wurden, wodurch die Gebäudehülle erheblich abgedichtet wurde. Dadurch hat sich die Qualität des Innenraums erheblich verschlechtert, was auch aus unseren Messungen ersichtlich ist, bei denen die CO2-Konzentration nachts oder am Wochenende viel langsamer sinkt als vor der Renovierung, d.h. die natürliche Infiltration von Außenluft ist erheblich eingeschränkt.
\n
\nDie natürliche Belüftung durch Fenster ist nur bei Räumen mit wenigen Personen oder bei Räumen mit gelegentlicher Nutzung (z.B. Unterrichtsräume von Musikschulen, Fachräume usw.) effektiv. Durch Fensterbelüftung in klassischen Klassenräumen können die Anforderungen an ein qualitativ hochwertiges Innenraumklima und die Reduzierung des Energiebedarfs des Gebäudes nicht erfüllt werden. Siehe Tabelle unten.
\n
\n
|
\n
RAUMTYP \n |
ZUGELEITETE AUSSENLUFT (m3.h-1) |
\n
AUSGEBRACHTE LUFT (m3.h-1) \n |
| Unterrichtsräume | 20 pro 1 Kind/Schüler | |
| Turnhallen | 20 pro 1 Kind/Schüler | |
| Umkleideräume | 20 pro 1 Kind/Schüler | |
| Waschräume | 30 pro 1 Waschbecken | |
| Duschen | 150-200 pro 1 Dusche | |
| Toiletten | 50 pro 1 Kabine, 25 pro 1 Urinal |
\n
\nDie Verordnung Nr. 410/2005 Slg. in der Fassung späterer Vorschriften verlangt eine Menge an zugeführter Außenluft in Unterrichtsräumen von 20 bis 30 m3/h pro Schüler. Darüber hinaus darf gemäß der Verordnung Nr. 268/2009 Slg. über technische Anforderungen an Gebäude die CO2-Konzentration in Aufenthaltsräumen 1.500 ppm nicht überschreiten (= Parts Per Million – Teile pro Million). Siehe CO2-Konzentrationsskala.
\n
\nFachräume, Lehrerzimmer oder auch Turnhallen können weiterhin durch Fenster belüftet werden. Räume wie Toiletten oder Waschräume sollten dann durch Lüftungsanlagen, die durch Luftqualitätsfühler gesteuert werden, belüftet werden.
\n
\nWir haben und führen die Überwachung der CO2-Konzentration in vielen Klassenräumen, sowohl in Grund- als auch in weiterführenden Schulen in ganz Tschechien durch. Aus unseren Messungen ergibt sich eine relativ einfache Schlussfolgerung: Die CO2-Konzentration in den Klassenräumen steigt in der überwältigenden Mehrheit der Fälle bereits während der ersten Unterrichtsstunde (manchmal sogar nach der ersten halben Stunde Unterricht) am Montagmorgen auf einen unzulässigen Wert. Und zwar bis zu Werten von 4.000 bis 5.000 ppm, was bereits wirklich sehr verbrauchte Luft mit unangenehmen Gerüchen und Düften ist, die dann negative Auswirkungen auf die anwesenden Personen haben.
\n
Überwachung und Regelung gemäß der CO2-Konzentration\nUm die größtmöglichen Einsparungen bei den für Belüftung und Heizung benötigten Energiekosten zu erzielen, ist es notwendig, das Belüftungssystem effizient auf der Grundlage der CO2-Konzentration im belüfteten Raum zu steuern.
\n
\nDie Luftqualität in den Klassenräumen soll gemäß der Verordnung anhand der CO2-Konzentration überwacht werden. Für diese Zwecke haben wir einen speziellen Schulfühler vorbereitet.
\n
\nSchulfühler NLII-CO2-R-5-A warnt optisch und akustisch vor einer hohen Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Luft und damit vor der Notwendigkeit zu lüften, ohne den Unterricht erheblich zu stören. Der Fühler ist mit einem fortschrittlichen optischen System zur Überwachung von CO2 ausgestattet und verfügt gleichzeitig über Ausgänge für die automatische, effiziente Steuerung von Belüftungssystemen.
\n
\nIn der ersten Phase dient der Fühler zur Überwachung der Qualität der Innenluft in den Klassenräumen und zukünftig auch zur effizienten Steuerung der Belüftung. Für einige Fälle oder als hybride Lösung steht auch eine Funktion zur Steuerung des Öffnens von Fenstern oder Oberlichtern zur Verfügung, wo dies sinnvoll ist.