\nZwangslüftungssysteme arbeiten in der Regel auf der Grundlage der sogenannten Zeitregelung, was bedeutet, dass das Volumen der ausgetauschten Luft von Zeitintervallen abhängt. In diesem Fall kann es manchmal vorkommen, dass die Luft intensiver ausgetauscht wird, als es in der gegebenen Situation notwendig ist. Das ist ein Nachteil der gesteuerten Lüftung – es kommt zur Übertrocknung der Luft und auch zur Verschwendung von Energien. Doch auch dieses einzige Manko kann durch eine energieeffizientere Lüftungsmethode gelöst werden – durch eine Lüftung, die nach dem tatsächlichen Bedarf gesteuert wird.
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\nSie fragen sich, was man unter dem Begriff „tatsächlicher Bedarf“ verstehen kann? Es geht einfach um die notwendige Menge an Luft, die in den Innenraum gebracht werden muss, abhängig von den realen Anforderungen. Systeme, die nach dem tatsächlichen Bedarf gesteuert werden, sind grundsätzlich zwei – VaV und DCV.
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\nDas DCV-System (aus dem Englischen Demand Controlled Ventilation) ist ein System zur kontinuierlichen Steuerung der Belüftung durch Luftqualitäts-Sensoren. Ihre sofortige Leistung hängt also von der aktuellen Luftqualität ab. Das DCV-System hat Klappen im Zuluftkanal, die kontinuierlich einstellbar sind. Jede Klappe hat wiederum ihren eigenen Luftqualitäts-Sensor, der jedoch mit seinem analogen Signal kontinuierlich die benötigte Menge an Zuluft steuert. Der Vorteil ist eine konstantere Qualität der Innenluft, der Nachteil sind höhere Investitionskosten für die Servoantriebe der Klappen mit der Möglichkeit der kontinuierlichen Steuerung.
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\nVAV steht für das englische Begriffspaar Variable Air Volume, also Lüftung mit variabler Luftmenge. Dieses Lüftungssystem wird zur Belüftung von Büroräumen direkt in unserem Unternehmen verwendet. Die Belüftung erfolgt über eine Rekuperationseinheit mit einem Platten-Wärmetauscher und einer Steuerungselektronik aus eigener Entwicklung. Diese Einheit arbeitet im Modus der Aufrechterhaltung eines konstanten Drucks im Auslass-/Zulaufkanal zu den einzelnen Büros.
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\nJedes Büro ist mit einem Kohlenstoffdioxid-Sensor und einer Klappe im Kanal ausgestattet. Die Zuluftklappe in jedem Büro wird von einem Steuerungsservoantrieb gesteuert, der vom CO2-Sensor geregelt wird. Wenn alle Büros leer sind und sich darin frische Luft befindet, arbeitet die Rekuperationseinheit mit minimaler Leistung, da alle Klappen geschlossen sind und der gewünschte Druck im Kanal leicht erreicht werden kann. Wenn Personen in das Büro kommen, beginnt die CO2-Konzentration allmählich zu steigen, und bei Überschreitung des voreingestellten Konzentrationsniveaus (in unserem Fall 950 ppm) gibt der Sensor das Signal zum Öffnen der Zuluftklappe. Infolgedessen sinkt der Druck im Zuluftkanal, und die Rekuperationseinheit erhöht automatisch ihre Leistung (versucht, den voreingestellten Druck im Zuluftkanal aufrechtzuerhalten) und beginnt somit, das Büro zu lüften, das verbrauchte Luft hat. Sobald die CO2-Konzentration unter die untere Grenze (in unserem Fall 800 ppm) fällt, wird die Zuluft- und Abluftklappe wieder geschlossen, und das betreffende Büro hört auf, belüftet zu werden. So werden die einzelnen Büros belüftet, und die Leistung der Rekuperationseinheit, beziehungsweise der Bedarf an der insgesamt benötigten Luftmenge, wird der Rekuperationseinheit über den aktuellen Druck im Zuluftkanal übermittelt.
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\nDie Klappen in den einzelnen Büros sind mit einem Servoantrieb ausgestattet, der nur die Steuerung der Klappen im offenen/geschlossenen System ermöglicht, also keine kontinuierliche Einstellung der Position der Schließklappen zulässt.
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\nDie Klappen in den einzelnen Büros sind mit einem Servoantrieb ausgestattet, der nur die Steuerung der Klappen im offenen/geschlossenen System ermöglicht, also keine kontinuierliche Einstellung der Position der Schließklappen zulässt.
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\nBei der ersten Inbetriebnahme des Systems war es notwendig, das System so einzustellen, dass jedes Büro mit einer ausreichenden Menge Luft entsprechend der Anzahl der Personen, die darin arbeiten, belüftet wird.
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\nDie Regelung des Lüftungssystems wurde so durchgeführt, dass zunächst alle Klappen in allen Büros vollständig geöffnet wurden und in dem am weitesten entfernten Büro die Menge der zugeführten Luft gemessen wurde. Dann wurde der Druck im Zuluftkanal hinter der Lüftungseinheit schrittweise erhöht, um die benötigte Luftzufuhr in dieses am weitesten entfernte Büro gemäß der Anzahl der dort arbeitenden Personen zu erreichen.
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\nAnschließend wurde in Richtung der Lüftungseinheit über jedes Büro verfahren, sodass immer die benötigte Menge an Zuluft durch die Einstellung der maximalen offenen Position der Zuluft- und Abluftklappe eingestellt wurde. Der maximale Öffnungswinkel der Zuluft- und Abluftklappen wurde also für jedes Büro individuell mit einem einstellbaren Endanschlag eingestellt. Die Lüftungseinheit wurde dann in den normalen Betriebszustand umgeschaltet, in dem der gewünschte Druck im Zuluftkanal genau auf den Wert eingestellt wurde, der bei der ersten Regelung festgestellt wurde.
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Aufzeichnung der CO2-Konzentration im Besprechungsraum und Büro, die mit dem oben beschriebenen VAV-System belüftet werden
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